Finanziell frei sein – Was bedeutet das überhaupt

finanziell frei sein - Traum vom passiven Einkommen

Wir alle haben 24 Stunden pro Tag. Die meisten von uns gehen von Montag bis Freitag ca. 40 Stunden arbeiten. Wir stellen diese 40 Stunden einem Arbeitgeber oder der eigenen Selbständigkeit zur Verfügung, damit wir dafür Entlohnt werden. Die Entlohnung wiederum nutzen wir, damit wir uns davon Waren und Dienstleistungen wie Urlaub oder Nahrungsmittel leisten können.

Bei den Waren und Dienstleistungen ist zu unterscheiden zwischen existenziell und luxuriös. Luxus wiederum ist ins Unermessliche steigerungsfähig. Je mehr Luxus man sich gönnen möchte und je höher der Lebensstandard, umso mehr muss man je Stunde verdienen oder umso mehr Stunden muss man arbeiten. Da das aktive Einkommen nicht einfach beliebig skalierbar ist, muss entweder eine Einschränkung im Lebensstil erfolgen oder man greift auf passive Einkommensmethoden zurück.

Zum Kalkulator springen

Eines kann aus dem vorher geschriebenen schon gesagt werden: “Nicht jeder hat den gleichen finanziellen Freiheitsgrad, da jeder einen anderen Anspruch an sein Leben und Lebensstandard stellt!” Finanziell frei sein bedeutet, oben genanntes Prozedere umzukehren. Der aktuelle bzw. der gewünschte Lebensstandard soll also erhalten bleiben respektive erreicht werden, aber die dazu investierte Zeit soll weniger werden. Dazu nachfolgende Grafik:

finanziell frei sein

Um der Bedeutung “finanziell frei sein” zu folgen, müssen wir uns Möglichkeiten suchen, wie wir Geld verdienen ohne dabei zeitlichen Einsatz zu bringen (Passiveinkommen). Wie viel Geld du damit generieren musst, hängt im Wesentlichen davon ab, wie dein Lebensstandard aussieht oder mal aussehen soll. Denn wer einen geringen Bedarf hat, dem wird es wahrscheinlich leichter fallen, die finanzielle Freiheit zu erreichen. Wer jedoch im Luxus schweben möchte, der benötigt eine ganz andere Vermögensgrundlage.

Wie ermittle ich meinen Freiheitsgrad – Kostenanalyse

Führen wir doch mal ein paar gängige Kosten auf:

  • Miete
  • Mietnebenkosten (inkl. Festnetz, TV und Strom)
  • Lebensmittel und Getränke
  • Versicherungen und Rentenvorsorge
  • Benzinkosten
  • Mobilfunk
  • Hobby

Gehen wir also nun davon aus, alles zusammen ergibt einen finanziellen Bedarf von 2.000 EUR. Zusätzlich benötigen wir Rücklagen, für Unvorhergesehenes, Urlaub oder ein neues Auto. Fügen wir diese Sachverhalte hinzu:

  • Rücklagen Unvorhergesehenes
  • Rücklage Urlaub
  • Ausgaben Sonstiges (Ausgehen usw.)

In diesem Beispiel sollten in Summe also ca. 2.500 EUR pro Monat an Nettozufluss reichen, um die gesamten Bedürfnisse zu decken.

Leg also gleich los mit der Kostenanalyse. Streiche oder reduziere unnötige und wiederkehrende Sachverhalte. Ist alles soweit optimiert und rechnest deine Rücklagen als Kostenposition mit ein, dann hast du den Betrag ermittelt, den du zum heutigen Zeitpunkt passiv verdienen müsstet.

Verdienst du passiv das, was du zur Finanzierung deines Lebensstandards benötigst, dann bist du der Bedeutung “finanziell frei sein” sehr nahe oder hast eines deiner Ziele im Leben erreicht. Um es dir zu vereinfachen, habe ich nachfolgend einen Kalkulator für dich zur Verfügung gestellt. Anhand dessen kannst du sehen, was es für dich an Vermögen in ETF oder Immobilien braucht, damit du deine Grundabsicherung über passives Einkommen generieren kannst.

Finanziell frei sein – Kalkulator

Finanziell frei sein – Beispiele für passives Einkommen

Die Idee vom passiven Einkommens ist, eine Grundlage zu schaffen, welche nach Einrichtung einen Geldstrom erzielt ohne einen Finger dafür krumm zu machen. Klingt unrealistisch bzw. du kannst es dir nach meinen Ausführungen noch nicht vorstellen? Dann mal kurz und prägnant ein paar Beispiele:

Digitale Produkte

Ein Gitarrenlehrer kann Einzel- oder Gruppenunterricht geben, doch das Geschäftsmodell lässt sich nicht einfach so skalieren, außer der Gitarrenlehrer hat Arme wie ein Kraken. Er ist zwar freiberuflich Tätig, aber er tauscht immer Zeit gegen Geld, ein Sklave seiner selbst. Doch was, wenn er seine Stunden auf Video aufzeichnet, eine komplette Serie und diese bei einem Dienstleiter online verkauft? Da er sein Produkt digital und automatisiert verkauft, hat er sein Ziel vom passiven Einkommen zu leben, erreicht.

Schauen wir uns mal in der Ideen-Cloud nach weiteren passiven Einkommensquellen um:

Youtube

Stand-up-Komiker haben einen Youtube-Channel, Interessierte können ihn sich zu jeder Zeit ansehen. Über Monetarisierung und eigener Produktbewerbung, digitale Videos versteht sich, hat er passiven Einkommensstrom.

Reiseportale

Schaut euch mal in der Tourisumsbranche um. Früher gab es Reisebüros. Heute gibt es Suchmaschinen für Flugverbindungen oder Hotels wie „Skyscanner“ oder provisionsbasierte Webseiten wie „Urlaubsguru“.

Portale wie “Immobilienscout”

Was machst du heute, wenn du dir eine Wohnung suchst? Wahrscheinlich genau das was 99% der anderen machen würden: Ab zum Immobilinemakler um die Ecke! Wirklich? Wohl eher wird der Rechner angeschmissen und „Immobilienscout“ durchforstet. Diese Plattform generiert für den Betreiber ebenfalls passives Einkommen. Sie erhalten Provisionen für Inserate oder verkaufen ihre digitalen Produkte auf der Website.

Immobilien

Da wir gerade von “Immobilienscout” sprechen, möchte ich hier auf ein Lieblingsthema von mir eingehen. Es ist die Idee vom passiven Einkommen anhand von Immobilieninvestments. Dazu habe ich eine eigene Sektion, also schau dir mal diesen Artikel an!

Früher Sparbuch, heute ETF Sparplan

Sehr beliebt ist bei Deutschen das Sparen. Wo früher das Sparvermögen auf dem Sparbuch noch ein paar Zinsen abgeworfen hat, konnte das Geld, wenn auch nicht optimal, da liegen bleiben. Heute, in der Niedrigzinsphase werden Alternativen benötigt. Wie wäre es mit einem ETF Sparplan? Klingt kompliziert, ist aber eine sehr einfache Methode. Schau dazu mal hier vorbei.

Damit du auf deinen Weg auch so wenig Fehler wie möglich begehst, habe ich hier einen Artikel für dich, welche Fehler du im Leben vermeiden solltest.

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2 Antworten

  1. Dieser Beitrag ist wirklich lehrreich. Passives Einkommen ist ein großes Thema und ich glaube auch, dass jeder sich früh Gedanken darüber machen sollte, wie viel Geld er im Alter braucht.

    • Clue sagt:

      Hallo Marcel,

      es ist auch anhand der im Netz aufkommenden Menge an Internetseiten festzustellen, dass dieses Thema mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Je früher sich dabei Gedanken gemacht wird, desto besser. Leider kommt die Einsicht noch immer sehr spät. Aber besser spät als nie.

      Beste Grüße
      Sandro

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